Laderegler und alles was man darüber wissen muss

Ein wichtiger Bestandteil einer jeden Solar-Inselanlage ist der Laderegler. Doch was genau macht ein Laderegler?

Ein Laderegler wandelt den Strom der Solarmodule so um, dass die Batterie nicht überladen und bestmöglich gepflegt wird. Das ist notwendig, damit die Batterie auch lange Ihre volle Leistung behält. Viele Interessenten am Thema Solar sind anfangs verwirrt bezüglich der Spannung der Solarmodule, da diese zwar meist als 12 Volt angegeben sind aber in Wirklichkeit eine deutlich höhere Spannung von teilweise bis zu mehr als 18 Volt vorweisen. Schaut man sich die Daten einer Batterie genauer an, wird man schnell feststellen, dass diese selten mit mehr als 14,5 Volt geladen werden sollten.

Somit ist die Hauptaufgabe eines Ladereglers klar Die Spannung der Solarmodule so angleichen, dass die Batterie bestmöglich geladen wird. Was viele Solaranlagenbetreiber nicht wissen ist, dass die meisten Laderegler auch eine integrierte Zeitschaltuhr besitzen, welche den Verbraucherausgang des Ladereglers schaltet. Dieser gibt zwar nur 12 Volt aus und ist in den allermeisten Fällen nur um die Hälfte der Eingangsleistung belastbar (Also ist ein, mit 30 Ampere Leistung angegebener, Laderegler am Verbraucherausgang mit 15 Ampere belastbar).

Nun aber zu einer Frage die wahrscheinlich die meisten Leser brennend interessiert: PWM oder MPPT? Was ist der Unterschied und was braucht man? Allgemein wird man in den meisten Foren oder Blogs lesen, dass MPPT besser ist als PWM. Dies stimmt auch prinzipiell. Jedoch kann man das Ganze leider nicht ganz so einfach abtun. Die Mehrleistung eines MPPT-Ladereglers ergibt sich nämlich wie folgt:

Ein PWM Laderegler nimmt sich so viel Spannung von dem Solarmodul wie die Batterie gerade von ihm möchte. Bei vollem Ladevorgang kann der Regler also, je nach Batterie, maximal um die 14,8 Volt von dem Modul verarbeiten. Da ein handelsübliches 12V Solarmodul jedoch in der Lage ist bis zu 18V zu erzeugen, bleiben also immer ein paar Volt auf der Strecke.

Genau das ist der Punkt an dem ein MPPT Laderegler ansetzt. Dieser nimmt immer die vollen Volt des Solarmoduls und wandelt diese wie die Batterie es benötigt. Somit entseht dann die angegebene Mehrleistung. Diese wird entsprechend umso mehr, umso mehr Spannung das Modul hat. Sie können also sogar ein 24V Modul mit einer 12V Batterie verbinden und der MPPT Regler wandelt den Strom entsprechend um. Hierbei muss lediglich die maximal belastbare Watt-Grenze des Reglers beachtet werden.

Was macht man jedoch wenn man eine sehr große Anlage hat und mit dieser Batterien bzw. Energiespeicher laden möchte? In diesem Fall gibt es zwei gängige Möglichkeiten. Die erste Option ist, mehrere Laderegler zu verwenden und diese parallel zu schalten. Alternativ kann ein, so genannter, Offgrid-Inverter verwendet werden. Diese arbeiten jedoch meist mit höheren Spannungen wie 24 oder 48 Volt und sind somit eher auf modulare Speichersysteme oder Lithiumenergiespeicher ausgelegt. Das Thema Inverter / Spannungswandler wird jedoch hier noch einmal separat und ausführlich behandelt.

Hoffentlich konnte dieser Beitrag einige grundlegende Fragen zum Thema Laderegler klären. Sollte es dennoch Fragen geben beantworten wir diese gerne per Mail oder gleich hier in den Kommentaren.

Sonnige Grüße,
Ihr EnergyXXL Team

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